23.05.2026
Enttäuschung für Dennis Fetzer beim Saisonhighlight
- Dennis Fetzers hohe Erwartungen beim ADAC Ravenol 24h Nürburgring wurden nicht erfüllt
- Aston Martin Vantage GT3 Evo des Gießeners scheidet früh aus
- Dennis Fetzer: „In der Box zu stehen und den anderen Teilnehmern beim Fahren zuzusehen, war eine bittere Erfahrung.“
Es ist das Highlight in jeder Motorsport-Saison und ein einzigartiges Wochenende: Das ADAC Ravenol 24h Nürburgring, das in diesem Jahr vom 14. bis 17. Mai stattfand. Für Dennis Fetzer war der Saisonhöhepunkt allerdings vorbei, bevor er richtig begonnen hatte. Gemeinsam mit Felipe Fernandez Laser, Mateo Villagomez und Stefan Aust war der Gießener im Aston Martin Vantage GT3 Evo von Walkenhorst Motorsport angetreten, um in der SP9 Pro-Am-Klasse ein Top-Ergebnis zu erzielen. Doch zur großen Enttäuschung aller schied das Auto nach nur vier gefahrenen Rennrunden mit einem technischen Defekt irreparabel aus.
Die Nürburgring-Nordschleife präsentierte sich über das Wochenende mit herausfordernden Bedingungen. Immer wieder einsetzender Regen, kühle Temperaturen und generell schwierige Streckenverhältnisse stellten das Rekordteilnehmerfeld von 161 Autos vor eine harte Aufgabe. Diese meisterte Fetzer eindrucksvoll. In der zweiten Qualifying-Session, die Donnerstagabend bei Dunkelheit und teils kräftigem Regen stattfand, stellte der 24-Jährige sein Können mit starken Zeiten unter Beweis. Die Hoffnung auf ein gutes Ergebnis wuchs, doch im Rennen selbst fuhr Fetzer keine einzige Runde, da sein Kollege Felipe Fernandez Laser den Aston Martin Vantage GT3 Evo nach nur vier Runden nach einem technischen Defekt abstellen musste.
Dennis Fetzer: „Ich musste etwas Zeit verstreichen und diese Enttäuschung sacken lassen. Wir haben seit Saisonbeginn auf dieses Wochenende hingearbeitet und alles darauf ausgelegt. Die Vorfreude war enorm. Genauso groß ist jetzt der Frust, dass unser Rennen vorbei war, bevor es eigentlich begonnen hatte. In der Box zu stehen und den anderen Teilnehmern beim Fahren zuzusehen, war eine bittere Erfahrung – zumal ich wusste, welches Potenzial in unserem Paket gesteckt hätte. Herzlichen Glückwunsch an meine Teamkollegen Christian, Mattia und Nicki im Aston Martin #34 zum Podiumsplatz. Das nehme ich als Motivation für meine weitere Saison. Am 20. Juni steht der sechste Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie auf dem Programm und dort kommen wir noch stärker zurück und greifen wieder an.“
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11.05.2026
Dennis Fetzer startet beim 24h Nürburgring in der Top-Klasse
- Ausgabe des größten 24-Stunden-Rennens der Welt beginnt am Donnerstag
- Dennis Fetzer: „Diese einzigartige Atmosphäre gibt es nur bei diesem Event.“
Am Donnerstag starten für Dennis Fetzer die ersten Sessions beim ADAC RAVENOL 24h Nürburgring. Beim Saison-Highlight auf der Nürburgring-Nordschleife nehmen in diesem Jahr 161 Fahrzeuge teil – und damit so viele wie seit über zehn Jahren nicht mehr. Dennis Fetzer tritt mit dem Aston Martin Vantage AMR GT3 EVO #35 von Walkenhorst Motorsport in der hochklassig besetzten SP9-Kategorie an, der bei der diesjährigen 54. Ausgabe 41 GT3-Fahrzeuge von neun Herstellern angehören.
Der 24-jährige Gießener teilt sich sein Einsatzfahrzeug mit Felipe Fernandez Laser und Mateo Villagomez, mit denen er bei NLS2 bereits den zweiten Platz in der SP9 Pro-Am-Klasse feiern konnte. Ergänzt wird das Line-up beim 24-Stunden-Rennen von Stefan Aust. Nach der wegen eines technischen Defekts eingeschränkten Fahrzeit bei den ADAC 24h Qualifiers muss das Quartett nun die Sessions am Donnerstag und Freitag nutzen, um sich optimal auf die Herausforderungen der 25,378 Kilometer langen Kombination aus Grand-Prix-Kurs und Nordschleife vorzubereiten.
Erstmals auf die Strecke geht es am Donnerstag: Nach dem zweistündigen Qualifying 1 (13:15 Uhr) geht es in der zweiten Session am Abend (20:00 Uhr) vor allem darum, das Fahren bei den unterschiedlichen Lichtbedingungen und im traditionell engen Verkehr zu testen. Am Freitag findet erstmals ein dreigeteiltes Top Qualifying statt, in dem im Einzelzeitfahren die finalen Startpositionen für das Rennen ausgefahren werden. Rennstart am Samstag ist um 15:00 Uhr.
Für Dennis Fetzer ist es bereits der siebte Start in Folge beim 24h Nürburgring. 2020 und 2021 gelang ihm je ein Klassenpodium in der SP10-Klasse für GT4-Fahrzeuge. Ab 2022 startete er in verschiedenen GT3-Fahrzeugen und fuhr im vergangenen Jahr schließlich sein bislang bestes Ergebnis beim Eifelklassiker ein: Im Ford Mustang GT3 gewann er die SP9 Pro-Am-Klasse und erreichte in einem der konkurrenzfähigsten Teilnehmerfelder im internationalen Motorsport einen beachtlichen vierten Gesamtplatz. Diese Erfahrungen will Dennis Fetzer nun auch bei seinem ersten Start für Walkenhorst Motorsport mit dem Aston Martin Vantage GT3 EVO einbringen.
Dennis Fetzer: „Auch wenn in der Vorbereitung nicht alles nach Plan lief: Ich gehe sehr zuversichtlich und mit viel Vorfreude in mein siebtes 24-Stunden-Rennen am Nürburgring. Nicht nur die Strecke ist etwas ganz Besonderes. Erst die vielen Fans, die auf den Campingplätzen rund um die Nordschleife grillen und Spaß haben, bringen diese einzigartige Atmosphäre, die es nur bei diesem Event gibt. Nach der guten Platzierung im letzten Jahr bin ich aber durchaus ambitioniert, sportlich erfolgreich zu sein. Und bei NLS2 haben wir als Team schon gezeigt, dass mit uns in der SP9 Pro-Am-Klasse zu rechnen ist.“
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22.04.2026
Interview mit Dennis Fetzer vor dem ADAC RAVENOL 24h Nürburgring
- Schwierige Generalprobe für Dennis Fetzer bei den 24h Qualifiers
- Dennis Fetzer: „Viele Faktoren können wir nur bedingt beeinflussen.“
Vom 14. bis 17. Mai bestreitet Dennis Fetzer das ADAC RAVENOL 24h Nürburgring 2026 mit dem Aston Martin Vantage GT3 EVO von Walkenhorst Motorsport. Nach dem wetterbedingten Ausfall von NLS1 startete der 24-Jährige mit einem Klassenpodium bei NLS2 erfolgreich in die Nordschleifen-Saison. Weitere wichtige Rennkilometer unter Wettbewerbsbedingungen blieben ihm durch die schwierigen Umstände bei den ADAC 24h Qualifiers jedoch verwehrt. Im Interview spricht er über sein neues Team, den herausfordernden Saisonstart und blickt auf das 24-Stunden-Highlight voraus.
Dennis, du fährst dieses Jahr zum ersten Mal mit Walkenhorst Motorsport und dem Aston Martin auf der Nürburgring-Nordschleife. Wie sind deine ersten Eindrücke?
„Sehr positiv. Nachdem der erste NLS-Lauf ausgefallen war, habe ich bei NLS2 mein erstes Rennen mit Walkenhorst Motorsport bestritten. Ich habe mich von Beginn an wohlgefühlt und als Team haben wir schnell zusammengefunden. Der Aston Martin Vantage GT3 EVO hat über das gesamte Wochenende hinweg gut funktioniert. Alle haben einen großartigen Job gemacht, und so konnten wir direkt unser erstes Klassenpodium feiern. Das hat gezeigt, dass in unserem Paket definitiv Potenzial steckt.“
Die ADAC 24h Qualifiers sollten als Generalprobe für das 24-Stunden-Rennen dienen. Das Samstagsrennen dauerte nur 25 Minuten, sonntags seid ihr gar nicht erst gestartet. Was heißt das für dich?
„Sportliche Themen sind an diesem Wochenende in den Hintergrund gerückt. Der tragische Zwischenfall am Samstag hat uns alle sehr mitgenommen. Danach war an Fahren nicht mehr zu denken. Am Sonntag wollten wir dann zumindest noch einmal sauber durchkommen und weitere Kilometer sammeln. Leider konnten wir wegen eines technischen Defekts das zweite Rennen nicht bestreiten. Das ist natürlich ein Rückschlag, weil es die letzte echte Testchance vor dem 24h-Rennen war. Gerade in dieser Konstellation wäre es wichtig gewesen, unter Rennbedingungen noch mehr Erfahrung mit dem Aston Martin zu sammeln.“
Mit welchem Gefühl gehst du nun in das 24-Stunden-Rennen?
„Ich kenne die Nordschleife und das 24h-Rennen inzwischen gut und weiß, welche Herausforderungen auf uns zukommen. Jetzt gilt es, die Trainingssessions am Donnerstag bestmöglich zu nutzen, um Set-up, Abläufe und die Zusammenarbeit im Team weiter zu schärfen. Zudem konnten ja auch viele andere Teams nicht ihr geplantes Testprogramm fahren. Wir haben schnelle Fahrer, ein erfahrenes Team und ein gutes Auto. Deshalb freue ich mich sehr darauf und bin zuversichtlich, dass wir beim Rennen erfolgreich sein können. Am Ende spielen bei einem 24h-Rennen extrem viele Faktoren eine Rolle, die wir nur bedingt beeinflussen können. Wenn wir sauber durchkommen, das Timing passt und wir von technischen Problemen verschont bleiben, ist auf der Nordschleife alles möglich.“
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